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Adelgundenstrasse
München

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Geschichte

Ab 1976 entwickelten die Mitglieder der Produzentengalerie Adelgundenstraße in München die Idee einer Ausstellung über Bücher die von Künstlern gemacht wurden. Ich habe diesen Vorschlag aufgegriffen und daraus eine dreiteilige Ausstellung zusammengestellt. Im ersten Teil wurden gedruckte Künstlerbücher gezeigt, im zweiten Bücher, die noch die Codexform behalten haben, aber mit verschiedenartigen Materialen hergestellt wurden, im dritten Teil wurden Buchobjekte ausgestellt. Zu dieser Ausstellungsreihe gab es einen dreiteiligen Katalog, der auch den Grundstock für meine verlegerische Arbeit und des Archivs bildete.
Diese dreiteilige Ausstellung in der Produzentengalerie Adelgundenstraße war mit 556 Werken von über 250 internationalen Künstlern die erste umfassende Präsentation von Künstlerbüchern in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa.
" ...muss man diesen drei Ausstellungen zugestehen, daß sie mit ihren ca. 600 Exponaten von 267 Künstlern des In- und Auslandes in der Bundesrepublik ein außerordentlich breites und bis dahin nicht gebotenes Spektrum von Bucharbeiten lieferten. Daß deren Qualität sehr unterschiedlich war, muß nicht unbedingt als Mangel angesehen werden, wenn man beachtet, daß man sich nicht auf die inzwischen schon arrivierten Künstler dieser Gattung beschränkte, sondern auch weniger bekannten Künstlern eine Chance gab. Die Ausstellung wurde ganz oder in Teilen auch in anderen Städten gezeigt, wobei erstmals auch deutsche Bibliothekn den Mut zeigten, in ihre Gebäude die Bücher auzunehmen, die sich von ihren bisherigen Sammlungsstücken in vielerlei Hinsicht erheblich unterscheiden. ... "
Artur Brall, Künstlerbücher, eine Analyse, Frankfurt 1986

Durch Gespräche mit führenden Leuten aus der damaligen Künstlerbuchszene (z.B. Walther König, Rolf Dittmar, Sohm, Hundertmark und vielen Künstlern) entwickelte ich das Konzept für eine Distribution künstlerischer Bücher und ähnliches. Gleichzeitig habe ich mit dem Verlegen von Künstlerbüchern begonnen (Verlag Hubert Kretschmer).

Ab 1980 nahm ich mit Künstlerbüchern auch an folgenden Messen teil: Frankfurter Buchmesse, Minipressenmesse in Mainz, GegenBuchmesse in Frankfurt, ART-Basel, ART-Köln, ART-Frankfurt, ART-Multiple in Düsseldorf, deutsche Buchmesse in New York und diverse kleinere Veranstaltungen mit Kunst und Büchern.
Der Vertrieb wurde 1987 eingestellt.

Um den Stellenwert der künstlerischen Produktion zu verdeutlichen, enthält das Archiv auch einige wenige Alltagspublikationen, wie z.B. Tages- und Kunstzeitungen, Zeitschriften aus dem Bereich Fotografie, Design, Werbung, Typografie, Lifestyle, Literatur, Mode, Wohnen und Architektur, Comics, Groschenromane, Werbebeilagen, politische und religiöse Schriften.

Hubert Kretschmer